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Frog Blog

25.1.06, 18:36 Uhr

Erste Kontrolle

Ich war heute die ewigen Einzelfahrkarten leid und hab mir eine Carte Orange für die Zone 5 gekauft. Zumal ich heute Abend wieder davon Gebrauch machen kann, weil's endlich mal wieder zu einer Party nach Torcy geht. Wie auch immer, ich hab auch heute Morgen schon davon Gebrauch gemacht, indem ich nämlich – eigentlich trotz erheblicher Startschwierigkeiten (gibt's nicht Betten, die nur Abends gemütlich sind?) eigentlich noch erstaunlich gut in der Zeit – erstmal an Orsay vorbeigerauscht bin. Böse Zungen unter euch höre ich jetzt schon wieder lästern, dass das bestimmt an der hübschen Frau mir gegenüber gelegen hat, das kann ich aber widerlegen, die ist nämlich ausgestiegen, ich aber blieb – in mein Philosophiebuch vertieft – sitzen und war dann ganz froh, dass ich wenigstens dadurch nicht zum Schwarzfahrer mutiert bin. Ne Viertelstunde zu spät war ich aber doch. Und auf der Rückfahrt wurde ich dann – mit Ansage quasi – zum ersten Mal kontrolliert. Die sind erst auffällig am Wagen vorbeispaziert, um ihn dann von einer Seite zu stürmen. Dafür waren sie aber wirklich viele. Hab glaub ich noch nicht so viele RATP-Uniformen auf einem Haufen gesehen. Übrigens sind hier Jacken sehr beliebt hab ich den Eindruck, die Dunkelblau sind mit einem RATP-türkisen Streifen drauf. Sehr verwirrend. Die Uniformen waren aber echt und jetzt weiß ich auch, dass die tatsächlich für die Magnetomagic-Karten kleine Lesegeräte dabei haben, die aber zum Glück nicht kontrollieren (oder nicht kontrollieren können), ob man seine Karte von Fahrtantritt „validiert” hat. Heißt für mich natürlich, dass ich das in Zukunft auch nicht machen werde, wenn es nicht sein muss. Auch wenn mein Onkel mir versichert hat, dass es eine Gesetz gäbe, dass die Datensammlung verbiete, aber pfff, weißte... Also brauchte ich meine Carte Orange da dann nicht gleich (die ja noch mit herkömmlichen „Vorzeigen” funktioniert), aber trotzdem ein echter Komfortgewinn. Und die Carte Orange kann man sogar in der „falschen” Zone kaufen, wenn auch nicht am Automaten. Wow.

Nachtrag: Als heute bei der Rückfahrt der Bus eine alternative Route nehmen musste, weil die Straße gesperrt war, hab ich auch noch eine andere Premiere der eher tragischen Art erlebt: Das erste Opfer des Pariser Straßenverkehrs, das ich gesehen hab. Naja, der Arme sah nicht so aus, als wäre er in Lebensgefahr, er sah eigentlich nur aus, als würde er schlafen. Andererseits sollten Leute eben nicht mitten am Tage auf einer Route Nationale liegen und schlafen und sie sollten dabei vor allem nicht von ganz vielen Sanitätern umwuselt werden und mit einer dieser Glänzedecken zugedeckt sein.

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