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Frog Blog

10.1.06, 21:28 Uhr

Geschenke

Endlich fange ich wie versprochen an, die zwei Wochen in Deutschland aufzuarbeiten. Und da fange ich natürlich mit dem Hauptevent während der Zeit: Weihnachten. Ich habe ja zwar bei Dani gewohnt, bin aber zum 24. nach Bielefeld zu meiner Mama gefahren, um mit ihrem Freund zusammen Weihnachten zu feiern. Es gab das für uns traditionelle Fondue (Hmm, sowas leckeres...) und danach die Bescherung. Der Weihnachtsmann (oder wie er hier in Frankreich genannt wird: Papa Weihnachten) hat es dieses Jahr mal wieder gut mit mir gemeint und mir viele tolle Sachen vorbeigebracht.

Zunächst einmal den dringend benötigten Wasserkocher. Meine Oma macht nämlich ihr Wasser immer in der Mikrowelle heiß und der Plastiktopf fasst vielleicht grade mal einen Bol voll. Und wenn es richtig kochen soll, geht das gar nicht mal so schnell und übersprudeln tut es auch noch. Also hab ich das immer auf dem Herd heiß gemacht, aber das ist auch nervig. Zumal es auch keinen tollen Wasserkessel gibt, schon gar nicht mit Pfeife. Jetzt also kann ich bequem einen Liter Wasser heiß machen, das ist auch genau so viel, wie in meine Kanne passt. Außerdem kann ich mir jetzt eine dieser 5l-oder-mehr-Wasserbomben kaufen, um nicht mehr dieses eklige gechlorte Leitungswasser trinken zu müssen. Im Tee schmeckt man das zwar nicht so, aber ich muss das trotzdem nicht haben. Bei Wasser pur verweigere ich mich ja schon, wobei ich da eh nicht aus meiner deutschen Haut komme und lieber Mineralwasser trinke.

Desweiteren habe ich jetzt auch endlich den Nachfolger der Diskette, denn letztere taugen ja heutzutage nichtmal mehr als die Tassenuntersetzer, als die man verbrannte CDs benutzen kann (oder reine Windows-Treiber-CDs). Ich kann jetzt auch endlich 1.073.741.824 Zeichen mit mir im bequemen Isolinearer-Chip-Format mit mir herumtragen :) Natürlich, wie es sich für Nerds gehört, an einer Kordel um den Hals. Weniger sogar, weil es so praktisch ist, immer einen Datenträger dabei zu haben, sondern mehr als Ausdruck einer gewissen Kultur. Oh und wo wir grade bei leichten Macken sind: Das nebenstehende Foto wurde nebenbei bemerkt – quasi zur Steigerung der Authentizität – einmal auf einen USB-Stick verschoben und wieder zurück. Also so eine Art digitaler Linie Aquavit. Irgendwie mochte ich die Idee, als sie mir kam.

Leider musste ich bereits feststellen, dass sich in der Windowswelt nicht viel geändert hat, seit der Diskettenzeit. Damals hat man einen Bluescreen bekommen, wenn man eine Diskette oder CD ausgeworfen hat, die noch benutzt wurde (ob man das wusste oder nicht). Heute kriegt man Fehlermeldungen, wenn man USB-Sticks in den Computer steckt. Sowohl der PC meiner Mutter als auch der Laptop meiner Freundin, beide laufen unter XP und beide vertragen sich nicht mit USB-Sticks. Der meiner Mutter beschwert sich am laufenden Band mit diesen nervigen kleinen Sprechblasen und vergisst dauernd, dass er eigentlich einen USB-Stick erkannt hatte, der andere Rechner erkennt Sticks zwar auch, aber Daten austauschen geht nur nach einem Neustart. Die gelben Sprechblasen gibt es auch hier zuhauf, dabei tritt nicht einmal eine Fehlermeldung auf. Windows XP braucht einfach nur drei Sprechblasen, um seinem Benutzer mitzuteilen, dass er grade einen USB-Stick eingeschoben hat. Manchmal merkt man das ja selbst gar nicht oder so...

Aber da ich um Windowsrechner eh einen Bogen mache, wenn es irgendwie geht, schmälert das meine Freude um dieses neue Medium nicht im geringsten :)

Auch das dritte Geschenk ist etwas, dass ich dringend brauchte. Und zwar ein Stativ! Ohne macht das Fotographieren einfach keinen Spaß, vor allem nicht im Winter, wo es so früh dunkel wird und dafür überall tolle viele Lichter angehen, die aber leider den eigenen Tatter gnadenlos auf den CCD zeichnen. Aber auch sonst sind mir so viele Fotos matschig geworden, ohne dass es gleich richtig Nacht war. Oft kriegt man ja Sachen oder schafft sich welche an, bei denen man nachher gar nicht mehr weiß, wie man früher ohne sie leben konnte. Beim Stativ ist das anders, da wusste ich schon vorher nicht so genau, wie ich ohne es leben kann ;)

Jetzt brauch ich nur noch eine weiße Wand, damit man auf dem nächsten Foto von meinem Stativ auch vor drei Sekunden Suchen schon was erkennen kann vor lauter Hintergrund ;) Und erzähl mir keiner was von Tiefenunschärfe zu diesem Zweck, ich hab mir eh einen abgebrochen in meinem kleinen Zimmer mit einem noch kleineren Spiegel bei diesem Bild.

Schließlich habe ich am 24. noch umfangreiche Nähutensilien gekriegt. Die habe ich zwar auch schon lange gebraucht und sogar schon des öfteren vermisst, aber damit hätte ich sicher am wenigsten gerechnet. Jetzt brauche ich nur noch die Fähigkeit, mit den Sachen auch umzugehen. Aber nen Knopf angenäht krieg ich wohl. Vorher hatte ich nur nicht das Werkzeug.

Und einen Taschenkalender habe ich auch noch gekriegt, einen schönen, schwarzen, der schön in der Hand liegt und sich angenehm anfasst, eine Doppelseite pro Woche bietet. Das gleiche Modell hatte ich auch schon im Jahr davor bekommen und es hat sich wirklich bewährt. Ein Kalender ist eins von den Dingen, bei denen ich zumindest nachher nicht mehr wusste, was ich vorher ohne gemacht habe. Naja, ständig was vergessen, das hab ich gemacht.

Außerdem gab's den üblichen Weihnachtsteller voll mit unheimlich leckeren und unheimlich kalorienreichen Sachen wie Dominosteinen, Marzipankartoffeln und Lebkuchen. Und einem tollen Lindt-Weihnachtsmann. Der war so toll, dass ich ihn die ganze Zeit nicht anrühren wollte. Und so habe ich ihn so lange nicht angerührt, bis ich ihn schließlich am Ende meines Urlaubs bei Dani vergessen habe. Na toll. Sie hat mir dafür einen Osterhasen versprochen :)

Und weil ich mich vorhin dauernd mit anderen Sachen abgelenkt habe, während ich eigentlich diesen Artikel hätte zuende schreiben sollen, ist es inzwischen halb drei Uhr nachts und ich morgen um sieben raus und deswegen berichte ich von den Geschenken, die ich an anderen Tagen gekriegt habe auch an einem anderen Tag. Gute Nacht.

3 Comments:


  • Und einem tollen Lindt-Weihnachtsmann. Der war so toll, dass ich ihn die ganze Zeit nicht anrühren wollte. [...] Sie hat mir dafür einen Osterhasen versprochen :)


    Viel toller als Lindt-Weihnachtsmänner sind doch die neuen Lindt-Weihnachtsrentiere. Die haben nämlich auch ein Glockenhalsband so wie die Osterhasen. Leider musste ich meinen auf der Nachweihnachtsheimfahrt notschlachten, da die Bahn mal wieder wesentlich mehr Verspätung hatte, als mein Magen erlaubte.


    Und weil ich mich vorhin dauernd mit anderen Sachen abgelenkt habe, während ich eigentlich diesen Artikel hätte zuende schreiben sollen, ist es inzwischen halb drei Uhr nachts und ich morgen um sieben raus und deswegen berichte ich von den Geschenken, die ich an anderen Tagen gekriegt habe auch an einem anderen Tag. Gute Nacht.


    Mann soll halt nicht nachts über Gott und die Welt diskutieren. Und andere Menschen müssen dann um halb sieben raus. Schaffen das dann nicht, kommen zehn Minuten zu spät zu einem Meeting und müssen sich dort dann blöde Kommentare anhören.
    Aber findest Du nicht allgemein, dass das Problem zu wenig Zeit zu haben um alle Geschenke zu beschreiben ein typisches Problem einer Überflußgesellschaft ist? *g*

    Gruß,
    Jan

    By Anonymous jan, at 11/1/06 14:05  

  • Der Weihnachtsmann hatte auch ne Glocke, ätsch. Außerdem hast du mir echt Angst gemacht, mit dem Rentier. Dachte schon, die hätten das Geweih komplett aus Schokolade modelliert. Hammse ja aber gar nicht. Trotzdem ne nette Idee.

    Was unsere Diskussion angeht: Die halbe Stunde macht den Kohl auch nicht fett. Allerdings war bei mir der Prof noch viel später als ich selbst, also war das in dem Fall nicht so da Problem.

    Und naja, verglichen mit denen, die "echte" Probleme haben, ist mein Zeitproblem da sicher ein Problem des Zuviel. Aber auf der anderen Seite kann man nie genug Fotoausrüstung und elektronische Spielereien haben, von daher passt "Überfluss" dann auch wieder nicht ;)

    By Blogger mudd1, at 11/1/06 16:05  


  • Der Weihnachtsmann hatte auch ne Glocke, ätsch. Außerdem hast du mir echt Angst gemacht, mit dem Rentier. Dachte schon, die hätten das Geweih komplett aus Schokolade modelliert. Hammse ja aber gar nicht. Trotzdem ne nette Idee.


    Boah, den Weihnachtsmann gibt's ja sogar als echte Kiloversion. Da weiss ich ja, was ich nächstes Jahr unebdingt zu Weihnachten brauche. Auch wenn der Kilopreis doch etwas bedenklich ist.

    Und das das Geweih nicht komplett ist, ist verzeihlich. Bei einem Elch wäre es tragischer. Zudem ist dem aufmerksamen Zeitleser sicher auch so klar, dass die besseren Schokoweihnachtsmännereinwickelmaschinen zwar ohne Probleme auf Osterhasen umgerüstet werden können, aber dass Geweiheinwickelversuche doch etwas schwieriger wären. Ja, in einer der letzten Zeit-Ausgaben war tatsächlich ein Artikel über eben solche Maschinen drin.

    By Anonymous jan, at 11/1/06 17:45  

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