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Frog Blog

2.5.06, 12:08 Uhr

Schlimmer geht's immer

Ich habe heute mal noch eine Vorlesung probiert, weil ich sonst ja so gar keine finde. Datenbanken. Die hab ich in Bielefeld schon zweimal nicht gehört, weil ich jedesmal so schnell abgebrochen habe. Genauer gesagt bin ich sehr optimistisch an diese Sache hier herangegangen, weil ich dachte, es könne nicht schlimmer werden als die letzten Male. Frohmut kommt vor dem Fall – ich hab so etwas wie das hier noch nicht erlebt. Die „Vorlesung” bestand nur aus einer einzigen großen Übung im Hörsaal, wo immer eine Aufgabe vorgelesen wurde, dann hat man die 5-10 Minuten lang einzeln bearbeitet, dann sollte einer an die Tafel sein Ergebnis vorstellen. Dabei war auch noch die Professorin nur am Rumstänkern und kannte einmal ihre eigene Aufgabe nicht. Wenn sie unterrichtet hat, dann in der Form, dass sie selbst eine der Übungsaufgaben vorgeführt hat.

Gut, jetzt habe ich die Vorlesung nicht von Anfang an verfolgt, aber dieser Stil geht gar nicht! Irgendwie muss ich hier noch ne Uni ausprobieren oder mir ein anderes Hobby als Vorlesungen suchen.

Jetzt aber sitz ich grad noch in dieser unsäglichen Vorlesung, schreibe diesen Artikel auf Papier vor, langweile mich ansonsten zu Tode (Datenbanken sind glaub ich zu allem Überfluss auch noch einfach nicht meins. Ich warte damit lieber, bis ich sie wirklich brauche und wenn ich Glück habe, wird das niemals sein.) und warte auf eine günstige Gelegenheit, in die Mensa zu verschwinden

Nachtrag von draußen: Ah, was für ein unbeschreibliches Glücksgefühl, als ich aus diesem finsteren, nur ach so sprechend „Amphitheater” genannten Verlies heraus in die sonnige Freiheit getreten bin, in die duftende Luft, zu den strahlenden Bäumen und den lächelnden Menschen!

1 Comments:

  • Hej, das erinnert mich ein wenig an die Übungen zu meiner letzten vertiefenden Datenbankvorlesung. Übertroffen bzw. unterboten wurde das damals nur noch durch die vorlesung selbst, wo der Dozent seinen auf Folien gedruckten und mit Word gesetzten (selbst Absätze suchte man oft vergeblich) Texten oft staunend gegenüber stand und diese dann der Tafel vorlas. Da an einigen Stellen zudem noch inhaltliche Schnitzer übelster Art vorkamen und die Stimme des Ewigredenden in ihrer mangelnden Lautstärke nur noch durch den völligen Verzicht auf inhaltliche Betonungen übertroffen wurde, konnte das Abrutschen der Teilnehmerzahl von 140 auf 8-10 auch nicht weiter verwundern.

    Dabei können Datenbanken durchaus interessant sein. Viele Probleme anderer Teilgebiete treffen da aufeinander. Und aus Praxissicht: die Welt ist eine Datenbank!

    Und jetzt der ultimative Praxistipp: Lern zumindest die DB Grundlagen. Nein, man muss nicht wissen, ob eine soundsovielte Normalform eindeutig ist und in welchen Kalkülen man einen left outer join am besten behandelt. Aber ein wenig Grundwissen sollte man haben, wenn man mal später irgendwas machen will, wo Daten bei anfallen könnten. Also eigentlich immer. Und dann sollte man noch wissen, dass das S in SQL nicht für Standard steht. Echt nicht! Ist schade, aber es ist so.

    By Anonymous jan, at 2/5/06 19:14  

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