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Frog Blog

22.4.06, 15:44 Uhr

Im Parc de Belleville

Blick vom höchsten Punkt auf den Parc de Belleville, zumindest auf den Teil, den man sieht. Weil er so steil ist und sich außerdem auch etwas verteilt, sieht man immer nur sehr wenig davon gleichzeitig.Gestern war ich in einem Park, der glaube ich nicht so bekannt ist und das völlig zu unrecht, denn man hat einen wundervollen Blick über Paris. Man ist sogar etwas höher als Montmartre und vor allem sieht man im Gegensatz zu den Treppen vor Sacré-Cœur den Eiffelturm! Das hat mich immer gestört, was ist denn das für ein Blick über Paris, wo man den Eiffelturm nicht sieht.

Aber auch meine Oma war noch nie im Parc de Belleville und auch sonst erschien er mir touristisch nicht übermäßig erschlossen. Vielleicht liegt das daran, weil er von zwei anderen, deutlich größeren Grünflächen umgeben ist, dem Parc des Buttes-Chaumont und dem Cimetière du Père-Lachaise, vielleicht aber auch daran, dass die Gegend keinen übermäßig guten Ruf genießt. Sprich Ghetto. Und tatsächlich war es ein ziemliches Erlebnis: Als ich aus der Métro stieg, fühlte ich mich gleich nach Nordafrika versetzt: Arabische Menschen, arabisches Essen, arabische Sprache, arabische Gewänder, arabische Händler, arabische Musik, arabische Schrift, sogar arabische Architektur. Wie eine andere Welt, mitten in Paris. Ich bog dann in eine Seitenstraße ein – alles chinesisch! Manches war nicht einmal zusätzlich auf Französisch abgedruckt. Ein paar Straßen weiter waren dann plötzlich alle Menschen schwarz. War schon ein ziemlich abgefahrenes Gefühl, da langzuspazieren.

In Wirklichkeit ist diese Blume entsetzlich klein und kommt in Püscheln vor. Das Blau ist aber auch in echt phantastisch!Leider sehen die Leute in dem Viertel aber nicht nur anders aus, sondern sind auch sozial benachteiligt, weswegen ich bei ein paar Jugendlichen im Park selbst, als ich ihn dann erreicht hatte, kein so wirklich gutes Gefühl hatte. Also Abends lasse ich mich da nicht blicken. Tagsüber war es aber ok, es waren auch viele Familien da und überhaupt eine ganz angenehme Atmosphäre. Der Park selbst war sehr nett gemacht und ist sicher noch toller, wenn die Wasserkaskade an ist, die den ganzen recht steilen Hügel herabfließt. Die war aber leider gestern aus.

Ich frage mich, ob bei diesen Häusern der furchtbare Vorort-Look oder Ausblick auf Paris den größeren Anteil am Mietpreis ausmacht.Das beste aber war wie gesagt die Aussicht, wenn man endlich oben war. Leider sind auf der linken Seite ein paar Gebäude, die nicht wirklich zieren, aber wow, die müssen einen Blick haben da! Ich bin relativ lange geblieben und beim Lernen nach anfänglicher Ablenkung durch das tolle Wetter (23 Grad!) und die interessante Umgebung gut voran gekommen und war abends dann mit Dani zum zweiten virtuell zusammenen Inskinogehen verabredet. Diesmal wurde Dani dabei auch noch von Johanna begleitet.

Blick auf den Quai de Seine vom Quai de Loire aus. An beiden dieser Ufer ist jeweils ein Kino und es gibt einen Fährverkehr, falls einem das Programm auf der einen Seite nicht gefällt.Es ging in einem nur zwei Métrostationen entfernten Kino in einer meiner Lieblingsgegenden in Paris in „L'Age de glace deux” – Ice Age 2. Die Eichrüsselratte Scrat ist mal wieder mit Abstand das lustigste im Film, aber auch sonst fand ich ihn ganz amüsant, nach anfänglichen Startschwierigkeiten (Mist, gibt es auch Startschwierigkeiten, die nicht anfänglich sind? Egal.) und einigen ziemlich fiesen Disney-Einlagen. Mit Teil 1 kann er aber generell meiner Meinung nach und nicht gerade zu meiner Überraschung nicht mithalten. Ich habe mich schon nach Madagaskar gefragt, wie viel Zukunft das Genre „lustig animierte Tiere tun Zeug” noch leben wird. In The Wild habe ich nichtmal vor zu gehen. Es stehen eh noch mehr andere Filme auf meiner Liste, als ich bezahlen kann.

Heute ist das Wetter schon wieder so toll, deswegen muss ich euch mit der Fortsetzung der Dani-Woche noch weiter vertrösten (vielleicht heute Abend...). Meine Oma hat mir noch ein paar Parks empfohlen, aber auch dazugesagt, dass ich das am Wochenende wegen Überfüllung lieber vergessen sollte. Deswegen gehe ich heute wieder in meinen bisherigen Lieblingspark, den Parc de Sceaux. Der ist groß genug, dass man da immer ein Plätzchen findet.

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